Geschichte der Insel „Mordreyd“

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Laetitia Morgan Le Fay
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Geschichte der Insel „Mordreyd“

Beitrag: #1206 Laetitia Morgan Le Fay
Mo 27. Apr 2015, 21:37

Seid herzlich Willkommen auf der Insel „Mordreyd“.

Um diese Insel tummeln sich viele Gerüchte, weil keiner genau weiß woher sie kam. Manche reden von der Legende um Avalon, andere davon, dass ein großer Magier diese Insel entstehen ließ oder zum Vorschein brachte. Man munkelt, dass der große Merlin seine Finger im Spiel gehabt haben könnte. Letztlich wird es aber ein Rätsel bleiben.

Im Jahre 1350 entdeckten Laetitia und Alfred (ihr Mentor) diese Insel im Bermudadreieck nahe dem heutigen Florida. Sie war gänzlich unbewohnt. Dachte Laetitia zumindest. In Wirklichkeit hatte Alfred Kontakt zu Conchobhar Bhreithiún, dem Dorfältesten des Elfendorfes „Gaolach“. Schließlich wird dem Bermudadreieck, auch Teufelsdreieck genannt, vieles nachgesagt und das nicht umsonst. Die Natur war unberührt und die Artenvielfalt der Tiere war enorm und außer diesen lebten hier lediglich Naturgeister wie Elfen/Elben, Feen und Ähnliches. Zu Anfang nahmen jene Abstand zu den Neuankömmlingen, waren diese doch keine Wesen, wie sie. Besonders Laetitias Äußeres, aber auch die Art ihrer Ausstrahlung führten zu einem gewissen Misstrauen. „Blutsauger“ hatten nie zuvor einen Fuß auf diese Insel gesetzt. Conchobhar riet zwar zur Vorsicht, aber appellierte ebenso an die Nächstenliebe und die Hilfsbereitschaft. So wurden die Neuankömmlinge toleriert und bald auch akzeptiert.

Die Neugier und der Drang des Erkundens der Menschen führte zum Zeitalter der Schiffsfahrten über das große weite Meer. Nicht wenige von ihnen erlitten Schiffsbruch. Nur wenige überlebten, gelangten auf diese Insel und durchsuchten die Wälder in Hoffnung auf Leben zu treffen. Obwohl es Laetitia zu dem Zeitpunkt verboten war, sich den Gestrandeten zu nähern, missachtete sie dies, um ihnen zu helfen ihre Neugier zu stillen. Conchobhar und Alfred waren erbost über ihr Verhalten und tadelten sie wie ein kleines Kind, bis sie den Dorfältesten an seinen eigenen Rat erinnerte: Vorsicht sei zwar geboten, aber Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Beide Männer mussten ihr Recht geben.

Nach und nach bauten sich die Gestrandeten eigene kleine Häuser, während Laetitia mit Alfred abseits in einem abgelegenen heruntergekommenen alten Schloss lebte. Die Menschen betrieben Ackerbau und jagten Wild. Mit jedem weiteren Schiffbrüchigen stieg die Anzahl der Bevölkerung auf der Insel, allerdings auch die Vielfalt der Wesen und überraschenderweise lebte man friedlich Seite an Seite. Dies faszinierte Laetitia sehr und so hielt sie sich immer mehr im Dorf auf, welches die Bewohner „Lamia“ tauften. Irgendwann wurde die Frage laut, welchen Namen diese Insel tragen sollte. Dies versuchte die Vampirin in Erfahrung zu bringen, aber diese Insel hatte noch keinen. Mit Conchobhars Einwilligung erhielt die Insel den Namen „Mordreyd“. Man könnte meinen es sei eine Art Eingebung gewesen.

Mittlerweile schrieben sie das Jahr 1521. Das Wissen und die Technologien der Gesellschaft veränderten sich im Laufe der Zeit. Die Kartographie, Astronomie und der Schiffsbau erfuhren ihre Blütezeit, wodurch wurde es einfacher, auf „Mordreyd“ zu gelangen. Die Elfen zogen sich immer mehr zurück und blieben unter sich, sie wollten nicht so viel Fremdes um sich haben. Als Laetitia den Entschluss fasste aktiv zu helfen, verstärkte sich ihre Abneigung. Sie wollte bewusst den Standort der Insel preis geben, um jenen die verfolgt wurden eine Obhut zu bieten. Hierfür hatten sich die Bewohner „Lamias“, ob Mensch oder magisches Wesen, mit ihr zusammen getan und das alte Schloss bewohnbar gemacht, denn ihnen gefiel die Idee Laetitias eine Art Asylheim für Hilfebedürftige Wesen zu errichten. Selbst die Menschen wollten helfen, da sie durchaus wussten, wie mit Nichtmenschen umgegangen wurde und sie hier das beste Beispiel erfuhren, dass es möglich ist mit übernatürlichen Wesen zusammen zu leben.

Lange hatte Conchobhar damit gerechnet, dass dieses Vorhaben scheitern würde, weil er der Menschheit nicht so viel soziales Verhalten zutraute, aber er musste zugeben, dass es funktionierte und Laetitia hoch angesehen wurde. Des weiteren war sie im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer mächtiger und kontrollierter geworden. Sie schaffte es sogar einen Weg zu finden, mit dem sie ein paar Leute gefahrlos aufs Festland bringen konnte, welche sich dann auf die Suche nach Wesen und Menschen begaben, die ihrer Hilfe bedürften.

Einige Jahrhunderte vergingen und Laetitia hatte nur noch wenig Kontakt zu den Dorfbewohnern. Die Menschen erkrankten, während sie sich bester Gesundheit erfreute. Sie starben, während die Vampirin immer noch lebte. Es schmerzte, sodass sie sich mehr und mehr zurück zog und sich bemühte keine engeren Bekanntschaften zu knüpfen, um dem schmerzlichen Verlust nicht immer und immer wieder zu erliegen. Alfred sie bereits davor gewarnt.

Mit der Zeit änderte sich die Demographie, denn es wurden vermehrt Kinder und Jugendliche mitgebracht. Dies führte zu vielen Problemen unter den jungen Übernatürlichen und den Menschen. Viele der Kinder wussten einfach nicht, wie sie sich verhalten sollten, wie sie mit sich umgehen mussten, mit ihren Kräften oder der Magie. Viele von ihnen hatten Schlimmes gesehen und ertragen müssen. Sie waren in ihren Grundmauern schlicht und ergreifend erschüttert. Ihre Familien waren fort und sie allein, sodass es für Laetitia vollkommen normal war, dass sich die ein oder anderen nicht so verhalten konnten, wie diese es sollten. Es erinnerte sie an sich selbst, bevor sich Alfred ihr angenommen hatte. Folge dessen war der weitere Ausbau des Schlosses und die Gründung der heutigen „Demon-School“ im Jahre 1766. Zu dieser Zeit beschloss Alfred für sich, dass sein Schützling allein zurecht kommen konnte und er sie ihr eigenes Leben führen lassen musste.

Schon bald war es schwierig auf der Insel Ordnung beizubehalten. Die Mehrheit wollte, dass Laetitia als eine Art Bürgermeisterin fungierte, doch lehnte sie dies ab, weshalb sich die Leute untereinander einig werden mussten. Erst langte es einen Bürgermeister zu haben, aber irgendwann konnte ein Einzelner nicht mehr den Überblick behalten. Weil „Mordreyd“ unabhängig von den Staaten war, welche zu damaliger Zeit aufgrund des zweiten Weltkrieges genug zu tun hatten, bildete sich 1943 eine eigene Regierung bestehend aus zehn Leuten.

Kurz nach Kriegende begab sich Laetitia auf Weltreise. Alfred hatte sich bereit erklärt sich in ihrer Abwesenheit um die Schule zu kümmern. Die Kämpfe hatten viel Unheil angerichtet und so auch viele Hilfsbedürftige geschaffen, um die sich die Direktorin kümmern wollte, so gut es ging. Es trieb sie durch Europa, von Großbritannien über Deutschland, bis nach Afrika und Asien. Bei ihren Reisen lernte sie viele interessante Leute kennen: Menschen wie Übernatürliche, die den unterschiedlichsten Ständen angehörig waren. Mit einigen hält sie bis zum heutigen Tag noch Kontakt. Besonders bleibt sie in Verbindung mit Leuten, die in ihren Heimatländern ebenfalls eine Schule nach dem Vorbild der „Demon-School“ leiten.

Das Leben auf „Mordreyd“ blieb lange Zeit friedlich. Zwischenzeitlich hatte die Regierung für etwas Aufruhr gesorgt, als sie versuchte die „Demon-School“ zu schließen. So waren Steuerbelastungen oder die zumeist ungeschulten Lehrkräfte angeführte Gründe. Schnell mussten die Anti-Übernatürlichen Mitglieder ihre Vorgehensweisen ändern, um ihr Image zu wahren, denn der Bevölkerung gefiel der feindselige Unterton absolut nicht und sie machte dies laut.

Vor einem halben Jahr wurde dieser vermeintliche Frieden allerdings gebrochen, als man die Direktorin entführte und versteckt hielt. Erst versuchte man diese Tatsache nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen, dennoch erfuhren die Medien davon und die Schlagzeilen waren überall die Gleichen. Noch spektakulärer fielen die Schlagzeilen aus, als es hieß, dass sie gerettet worden war und mit ihr unzählige Kinder, die man für Experimente missbrauchte. Auch wurde der Name ihres Peinigers bekannt gegeben: Josef Freudberg, der für die Regierung arbeitete, aber seine Missetaten ohne das Wissen derer ausübte.

Seither plagt die Bevölkerung ein mulmiges Gefühl, doch der Frieden ist wieder hergestellt.

Vorerst...

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